Die grosse Menschenschau zeigt den Wahnsinn unserer gegenwärtigen Welt in Monologen von real existierenden Personen, also in direkter Begegnung und in kompakten, schnellen, das Denken ankurbelnden Texten. Die frei begehbare Ausstellung umfasst mittlerweile mehr als 25 Figuren, performt von einem hochkarätigen Schauspielensemble, geschrieben vom Luzerner Autor Christoph Fellmann, in Szene gesetzt vom Luzerner Regisseur Damiàn Dlaboha. Politische Einflüsterer, wirtschaftliche Hasardeure, aberwitzige gesellschaftliche Role Models zeigen in dieser Menschenschau ihr Denken und Handeln. Eine haarsträubende Performance zwischen Realpolitik und zeitgenössischer Freakshow.
Die Texte / Monologe basieren auf einer breiten Recherche in Büchern, Medienberichten und im Internet. Sie sind allerdings nicht rein dokumentarisch, sondern dramatisiert, erweitert und überhöht. Die Figuren, die das Publikum zu sehen bekommt, sind also keine authentischen Menschen, sondern künstlerisch gestaltete Spielfiguren fürs grosse globale Game.
Die grosse Menschenschau wird laufend um neue Exponate ergänzt und aktualisiert. Die bisherigen Texte der grossen Menschenschau gibts im Sammelband bei essais agités.
Am Festival im Neubad werden diese zeitgenössischen Freaks und ihre Monologe eingeordnet in wissenschaftlichen Referaten, in Kurzfilmen, digitalen Formaten und mit wechselnder Live-Musik. Täglich wechselndes Programm!
Heute mit den Figuren
Der in Luzern lebende Walliser ist seit Jahrzehnten ein prägender Pianist der Schweizer Jazz- und Improszene, erfindungsreich und eigenwillig am Piano, am präparierten Flügel wie an den Synthesizern.
Der Baselbieter war mehrfach Schweizer Meister in Slam Poetry, bevor er 2024 mit «Soft Ice» sein erstes Soloprogramm auf die Bühne brachte. Seine Geschichten aus dem Leben sind ein bisschen traurig und zum Schreien komisch.
Vortrag | Wozu brauche ich eine Identität?
Was macht uns zu der Person, die wir sind? Unsere Erinnerungen, unsere Geschichte, unser Selbstbild – oder auch das Bild, das andere von uns haben? Die Geschichte von Hannah Upp stellt die scheinbare Selbstverständlichkeit unserer Identität radikal infrage. Im Gespräch mit dem in Luzern lebenden Philosophen Rayk Sprecher fragen wir, was wir meinen, wenn wir von «Identität» sprechen.
Moderation: Jahn Graf
Wie barrierefrei ist die Menschenschau? Wann gibt es eine Übersetzung in Gebärdensprache? Alle Informationen zur Barrierefreiheit und Inklusion findest du hier.